Pop-Up Zeit.LAB Lübeck
Pop-Up Zeit.LAB Lübeck
Wie kann Erinnerungskultur so gestaltet werden, dass sie nicht nur zurückblickt, sondern für die Gegenwart relevant wird? Mit dem Pop-Up Zeit.LAB Lübeck wird erprobt, wie ein zukünftiger Lern- und Erinnerungsort in der Stadt funktionieren kann – offen, zugänglich und im Austausch mit der Stadtgesellschaft. Wir entwickelten ein Raumkonzept in einem Ladenlokal das – teils Ausstellung, teils Mitmach-Ort, teils Veranstaltungsraum, verschiedene Menschen auf verschiedenen Ebenen anspricht und ihre Perspektiven sichtbar macht.
oben: Wir liessen das unsanierte Ladenlokal bewusst im Rohzustand, als Zeitdokument mit sichtbaren Spuren eines früheren 'Lebens'. Klare, moderne Typografie bietet einen interessanten Kontrast dazu.
unten: Die Biografien von Frauen zeigten, wie Widerstand auch mit eher alltäglichen Handlungen möglich ist – jeweils anschaulich repräsentiert durch einen Gegenstand, der Verbindung schafft.
Der zentrale, einfache Küchentisch mit den verschiedenen Stühlen ist Symbol für die schönste Form der Erinnerungskultur – Menschen jedes Hintergrunds und Alters, die einander von ihren Erlebnissen erzählen und einander zuhören. Als Gesprächs- und Gedankenstarter finden sich 14 Karten mit Fragen oder Satzanfängen im Raum. Aufgeschriebene Geschichten können dann an Schnüren von der Decke gehangen werden.
An Feedback-Wänden fragen wir nach den Ideen und Wünschen der Bürger:innen für ein zukünftiges dauerhaftes Zeit.LAB. Verschiedenfarbige Aufkleber dienen dazu, Altersgruppen und ihre spezifischen Prioritäten voneinander zu unterscheiden.